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Der im Norden von Mérida gelegene Nationalpark
Sierra de la Culata zeichnet sich besonders durch seine wüstenartige
Hochgebirgslandschaft aus. Auf dem Pico Pan de Azúcar
kann man hervorragend wandern und die einmalige Aussicht auf
die Bergwelt genießen: eigentümlich schöne Frailejones
(zur Familie der Espletien gehörende Pflanze), in der Sonne
glitzernde Wasserfälle, kristallklare Flüsse und Bäche,
Gebirgsseen, natürliche Thermalquellen und nicht zu vergessen,
der kegelförmige Gipfel, dessen sandige Oberfläche
an eine Mondlandschaft erinnert.
Die Tour erfordert weder Bergerfahrung noch Kletterausrüstung,
aber eine gute körperliche Verfassung. |
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Am
ersten Tag erreichen wir nach einer etwa 50-minütigen
Jeepfahrt zunächst El Valle – La Culata, den
Eingang des Nationalparks auf 3000 m Höhe. Hier befindet
sich der Ausgangspunkt unserer Wanderung und wir verabschieden
uns für die nächsten drei Tage von der Zivilisation.
Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie schon nach dem
ersten Schritt außer Atem kommen, wir befinden uns
schließlich schon in einer Höhe von über
3000 m, Tendenz steigend! Auf unserem Weg treffen wir abwechselnd
auf weite grüne Wiesen und dichte Vegetation mit Frailejones,
die mit ihren dicken und weichen Blättern der gleichen
Familie wie das Edelweiß angehören. Unser Nachtlager
schlagen wir in einer Höhe von 3800 m neben einem Wasserfall
auf.
Am zweiten Tag setzen wir unsere Wanderung bis
zum Fuß der Bergspitze fort, wo wir unsere Ausrüstung
zurücklassen. Wir erklimmen auf sandigen Wegen langsam
den Gipfel des Pico Pan de Azúcar, vorbei an den
größten bis zu 3 m hohen Frailejones. Ab einer
Höhe von 4400 m wachsen keine Frailejones mehr und
wir setzen unseren Weg durch eine wüstenartige Landschaft
fort bis wir endlich den Gipfel auf 4640 m erreichen. Oben
angekommen können wir die wunderschöne Aussicht
auf Berge, Täler und Seen genießen. Und an sehr
klaren Tagen kann man im Norden sogar den Maracaibosee und
im Süden die hohen Gipfel des Nationalparks Sierra
Nevada erkennen. Der Abstieg erfolgt mehr oder weniger auf
der selben Route wie der Aufstieg. Wir holen unsere Ausrüstung
ab und wandern weiter in Richtung Osten durch eine bezaubernde
Landschaft mit idyllischen Seen. Wir zelten in dieser Nacht
vor einer beeindruckenden Bergkulisse.
Am dritten Tag setzen wir unsere Wanderung fort
bis wir nach wenigen Stunden die natürlichen Thermalquellen
von La Musui erreichen. In einer Höhe von 3500 m gelegen,
sind sie die höchsten Thermalquellen Méridas.
Es ist schon etwas Besonderes in dieser Höhe zu baden
und gleichzeitig die unglaubliche Aussicht auf die hohen
Gipfel der Sierra Nevada zu genießen. Wir befinden
uns am idealen Ort um unsere Muskeln nach der dreitägigen
Wanderung zu entspannen. Ein letzter kurzer Fußmarsch
von etwa 30 Minuten bringt uns zur Straße, wo schon
ein Jeep auf uns wartet um uns zurück nach Mérida
zu bringen.
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